Seit längerer Zeit nun ist Cannabis in aller Munde, wenn es um natürliche Arzneimittel für die verschiedensten Beschwerden geht. Dies verwundert nicht, denn bereits vor mehr als 4700 Jahren wurden Cannabispflanzen als Heilmittel im alten China verwendet. Durch die Illegalisierung von Cannabis im 20. Jahrhundert ist der Ruf der Pflanze allerdings zum Teil beschädigt worden und konnte seither nur langsam wiederaufgebaut werden. Neben den mittlerweile bekannten Einsatzgebieten der Pflanze liest man in der Fachpresse mittlerweile sogar vom Einsatz bei Krebspatienten.

Ist Cannabis somit ein Mittel gegen Krebs?

Fakt ist, dass neueste klinische Studien zeigen, dass die Zugabe von Cannabisprodukten bei Krebspatienten zu einer Verlangsamung des Zellwachstums der schädlichen Zellen führen kann. Genauer gesagt konnten die Forscher beobachten, dass durch die Zugabe von CBD, THC (CBD vs THC Erklärung) und CBN die sogenannten CB1- und CB2-Rezeptoren im menschlichen Körper so beeinflusst werden können, dass eine immunologische Reaktion ausgelöst wird, welche das Wachstum der Krebszellen verlangsamt und die gesunden, umgebenden Zellen verschont. Insbesondere bei Leberkarzinomen und Leukämie konnte diese Wirkweise in sehr starker Ausprägung in entsprechenden Versuchen nachgewiesen werden.

Solche Ergebnisse häufen sich nun von Jahr zu Jahr. Nachdem bereits vor rund 10 Jahren eine Gruppe von Krebspatienten im spanischen Madrid gezielt mit einem Gemisch aus THC und CBD zum Teil „erfolgreich“ behandelt wurde, folgten sehr schnell weitere Studien. Bis heute hat die Zahl der Studien in diesem Bereich deshalb jährlich zugenommen. Dies ist auch wichtig. Zwar haben die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und ihr amerikanisches Pendant CBD und THC bereits als „orphan drug“ eingestuft, was diese Produkte bei schweren Krankheitsfällen einsetzbar macht und entsprechende Zulassungsverfahren verkürzt. Allerdings sind diese Cannabinoide zumindest zum Teil noch heute in den meisten Ländern der Welt illegal beziehungsweise eben nur in besonders schweren Fällen erhältlich.

Dies zeigt, dass schon große Erkenntnisse im Bereich der Krebsforschung mit Cannabisprodukten gemacht worden sind, allerdings noch tiefergehende Studien erforderlich bleiben. Nicht zuletzt, um auch das öffentliche Vertrauen in die Heilpflanze zurückzugewinnen und ein entsprechendes Nachziehen der Legislatur zu ermöglichen.

Quelle: https://www.esanum.de/

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges Cannabis, rezeptpflichtiges CBD oder freiverkäufliches bzw. legales CBD. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag und dient lediglich der Aufklärung und Informationsweitergabe. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen.