Autismus

Der Begriff Autismus stammt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie Selbst. Insgesamt unterscheidet die Medizin unter drei Arten von Autismus. Doch was hat CBD mit Autismus zu tun und kann dieser „gute Wirkstoff“ die Symptome lindern?

 

Das Krankheitsbild von Autismus

Den frühkindlichen Autismus, den Atypischer Autismus und das Asperger-Syndrom. Alle drei Arten dieser Krankheit unterliegen nahezu denselben Symptomatiken. Hauptmerkmale sind hier auffällige Störungen der Kommunikation im verbalen und nonverbalen Bereich. Schwierigkeiten im allgemeinen sozialem Umgang und auffällige Verhaltensmuster, die sich nicht selten als Zwänge zeigen, zählen ebenfalls dazu. Generell gilt der Autismus als nicht heilbar. Bis zum heutigen Stand der Wissenschaft sind die Ursachen dieser angeborenen Krankheit noch nicht geklärt.

Der frühkindliche Autismus, auch Kanner-Syndrom genannt, äußert sich durch ausgeprägte motorische und sprachliche Störungen. Erste Auffälligkeiten zeigen sich bereits zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat. Der ersten Anzeichen zeigen sich hierbei durch eine gestörte Interaktion mit der Mutter bzw. den Eltern. Das Kind erwidert bestimmte Gesichtsausdrücke, wie zum Beispiel ein Lächeln, nicht. Auch streckt das vom Autismus betroffene Kind nicht seine Arme aus, etwa um hochgehoben zu werden. Vielmehr verhält sich das Kind auffällig abwesend seiner sozialen Umwelt gegenüber. Doch im Gegensatz zum sozialen Umfeld können aber banale Gegenstände (eine Schraube, eine Lampe, ein Wasserglas) eine übertriebene Aufmerksamkeit des Kindes / Betroffenen auf sich ziehen.

Der Atypischer Autismus unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus darin, dass betroffene Kinder so erst ab dem 3. Lebensjahr Symptome zeigen, die aber dem frühkindlichen Autismus sehr ähnlich sind. Weiter zu erwähnen ist das so genannte Asperger-Syndrom. Dieser Autismus ist die abgeschwächte Art der Krankheit, dennoch entzieht dieser dem Betroffenen und seinem sozialen Umfeld nicht unbedingt weniger Lebensqualität. Menschen, die davon betroffen sind, zeigen oft große Schwierigkeiten, sich auf einen anderen Menschen einzulassen. Dazu zählt aber nicht nur die emotionale Schwäche, sondern auch mangelnde Empathie. Das bedeutet, dass diese Menschen zum Beispiel keine Emotionen im Gesicht des Gegenübers lesen können. Weiter umschließt dieses Krankheitsbild, dass Asperger-Patienten große Schwierigkeiten damit haben, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen. Trauer, Glück, Liebe und Freude empfinden diese Menschen nur sehr abgeschwächt bis hin zu gar nicht. Dies ist allerdings nicht zu verallgemeinern. Auch Autisten können Gefühle empfinden und zeigen.

Wie kann CBD bei Autismus helfen?

Da die Wissenschaft selbst noch ganz am Anfang steht, was das Verstehen der Ursachen dieser Krankheit betrifft, gibt es so natürlich auch noch keine medizinische Substanzen, die heilen können. Dabei wurde bislang das „Wunderheilmittel“ CBD natürlich gar nicht erst in Betracht bezogen, sondern eher müde belächelt. Das wiederum verhält sich ganz anders bei den Eltern von Autismus erkrankten Kindern. Die stehen dem Cannabidiol nämlich sehr offen gegenüber. Und viele Eltern haben es sogar auch schon erfolgreich bei ihren Kindern angewandt. Das körpereigene endocannabinoide System reagiert in einem Zusammenspiel auf das CBD, was sich in der Wirkung wie folgt zeigte: Von Autismus betroffene Menschen, unabhängig von Geschlecht und Alter, zeigten sich während der Behandlung emotional wacher und offener. Sie reagierten auf ihr soziales Umfeld aufmerksamer und zeigten eine deutlich bemerkbare Bereitschaft, sich auf ihr Gegenüber einlassen zu können bzw. auf Menschen zugehen zu können.

Aus medizinischer Sicht wurden diese kleinen Wunder aber bislang nicht belegt, doch sehr wohl von Betroffenen und deren Angehörigen. Cannabidiol kann so auch bei Autismus unterstützende Wirkung aufzeigen, die sich bislang offiziell aber noch nicht bestätigen lassen (wollen). Wir empfehlen euch folgende medizinische Studien und Fachartikel, in welchen CBD und Autismus erforscht werden.

Medizinische Studien:

By | 2018-02-28T13:37:56+00:00 Juli 6th, 2017|Therapie|4 Comments

4 Comments

  1. paulina 18. Februar 2018 at 17:38 - Reply

    hallo,
    als aspergerin muß ich 2 punkten widersprechen.
    mangelnde empathie ist grundliegend etwas anderes als gefühle im gesicht des gegenüber nicht deuten zu können.
    und asperger können kein oder kaum trauer, liebe und andere gefühle empfinden??
    eher das gegenteil. asperger können sie nur nicht stark zeigen. auch das ist ein wesentlicher, ja enormer unterschied.

    • Hendrik B. 28. Februar 2018 at 13:36 - Reply

      Hallo Paulina, vielen Dank für deine Anmerkung und persönliche Erfahrungen. Wir werden dies im Artikel ergänzen, danke! Gruß

  2. S.R. 6. Mai 2018 at 10:03 - Reply

    Als Mutter von zwei Asperger Söhnen kann ich ebenfalls bestätigen, dass Asperger nicht bedeutet, dass die Betroffenen keiner Gefühle oder Empathie fähig sind. Mein Eindruck ist eher, dass hier eine Problematik in der Wahrnehmung besteht. So entgehen Autisten viele Signale, sowohl im zwischenmenschlichen Bereich als auch im Bereich was um sie herum geschieht. Je stärker dieser Tunnelblick ausgeprägt ist, desto leichter entsteht der Eindruck, der Autist besäße keine Emotionen. Ihm entgehen lediglich Informationen. Wenn ein Autist z.B. Trauer eines anderen Menschen nicht wahrnimmt, kann er natürlich nicht adäquat darauf reagieren. Für Außenstehende mag das aber herzlos erscheinen. So kommt es dazu, Autisten generell Empathie abzusprechen.

    Ich habe Autisten kennengelernt, die regelrecht kontaktscheu waren, weil sie gemerkt hatten, dass andere teilweise ärgerlich wurden, weil der Autist im Umgang „falsch“ reagiert hatte. Da sie das dann sehr deutlich gesagt bekamen, stieg bei Ihnen die Angst, im Umgang ständig unbewusste Fehler zu machen und andere zu verärgern. Viele reagieren dann mit Rückzug. Sie sind oft nicht in der Lage, anderen zu erklären, woran es liegt, zumal sie das nicht selten gar nicht wissen. Schließlich ist ihre Wahrnehmung, so eingeschränkt sie auch sein mag, für sie der Normalzustand. Sie wissen nicht, das hier etwas nicht stimmt und die Ursache für ihre Schwierigkeiten liegt. Sie bekommen nur die Folgen zu spüren.

    Solange meine Jungen meine Gefühle richtig einordnen können (mit meiner Unterstützung) sind ihre Reaktionen absolut angemessen! Nicht nur das: sie sind immer authentisch. Aufgesetztes Verhalten ist Ihnen fremd. Lügen können sie nur sehr schlecht, wenn sie es überhaupt probieren. Ich schätze ihre Aufrichtigkeit sehr. Die Wahrnehmung kann trainiert werden, aber es strengt Autisten an, weil sie sich dabei bewusst konzentrieren müssen.

    Hinzu kommt, dass sie oft sensorische Empfindlichkeiten haben. Je nach Ausprägung kann eine Berührung z.B. unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Geräusche, Licht, Wärme können für Autisten sehr unangenehm sein. Ihr Nervensystem reagiert schlicht über. Selbst Stoffe auf der Haut werden evtl als unangenehm empfunden. Das sind keine Übertreibungen, sondern echte Empfindungen.

    Ich hoffe, diese Erklärungen sind hilfreich.

    • H.H. 6. Juni 2018 at 8:03 - Reply

      Vielen Dank für diese zusätzlichen Erklärungen: das entspricht auch ganz exakt meinem Eindruck von einer Person, die dieses Problem hat!

      Zugleich illustriert der Gegensatz zwischen einer Charakterisierung im Text („mangelnde Empathie“, „emotionale Schwäche“…) ein zusätzliches Problem: Die Bemühung gerade auch in der Wissenschaft, aber zunehmend auch im Alltag, sich primär auf rein äusserlich Feststellbares sich zu beschränken ist selber schon eine Art „zivilisatorischer Autismus“! Denn es bedeutet hier eben auch dass man sich eine noch vorhandene Empathiefähigkeit auch noch abgewöhnt, regelrecht abtrainiert.

      Nur so ist es möglich, dass Autisten dann so charakterisiert werden – nur weil sie sich schlecht ausdrücken können! Während eine Mutter, die auch noch ein menschliches Interesse – und Empathie! – aufbringt ein sehr viel reicheres, tieferes und zugleich völlig anderes Bild der Situation bekommt.

      In anderen Worten: Nicht nur Autisten müssen ihre Wahrnehmung trainieren, sondern auch wir alle müssen es – speziell im Umgang mit Autisten!

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